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Instandhaltungssoftware für Industrie, Versorger und Windkraft
Referenzkunde | Praxisbericht
Das Team Nationalstrassen Gebiet VI (GEVI) unterhält und betreibt das 290 km umfassende Nationalstrassennetz in der Ostschweiz (Kantone St. Gallen, Thurgau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Glarus). Im Weiteren betreibt GEVI für den Kanton St. Gallen die elektromechanischen Anlagen der Kantonsstrassen und erledigt für den Kanton Glarus den Unterhalt der kantonalen Strassenanlagen im Gebiet Glarus Nord.
Aufgrund der differenziert eingestellten Wartungsintervalle für alle zugehörigen Infrastrukturen, Anlagen und Betriebsmittel ergibt sich ein Volumen von circa 2´700 Arbeitsaufträgen pro Jahr. Das betrifft in erster Linie 1´800 Teilanlagen, die das Team GEVI auf der Grundlage einer Leistungsvereinbarung mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA/Schweizer Fachbehörde für Strasseninfrastruktur und den individuellen Strassenverkehr) betreibt und unterhält. Die betreffenden Assets sind in 200 Objektklassen eingeteilt. Dazu kommen ungeplante Instandhaltungsarbeiten zur Behebung von Ereignissen + Mängeln, die zukünftig über den neuen Störmelder-Client gemeldet werden (Ticketing). Um die Durchführung der Instandhaltungsarbeiten möglichst effizient ohne Papier zu gestalten, nutzt das Team von Nationalstrassen Gebiet VI die mobile Instandhaltungs-Applikation GS-Web.
GS-Web-gestützt und damit durchgängig digital erfolgt die Instandhaltung für folgende Objekte und Assets im GEVI-Zuständigkeitsbereich (Nationalstrassen und Kantonsstrassen Ostschweiz): 29 Tunnels, 140 Sammelbecken, 170 Pumpwerke, 389 Nebeneinrichtungen (Gebäudeautomation, Zutrittskontrollen, Barrieren), 99 Beleuchtungsanlagen, 82 Überwachungsanlagen (Brandmelder, Videosysteme, Warnsysteme), 22 Rastplätze und Raststätten, 218 Energieversorgungsanlagen (Verteiler, Notstromaggregate, Transformatorenstationen, Wechselrichter etc.), Bankette und weitere.
Der Fokus der digital gestützten Wartung mit GS-Web liegt auf dem Bereich Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen (BSA). Gemeint sind damit alle elektromechanischen, elektrischen und elektronischen Anlagen, die zum sicheren Betrieb eines Autobahntunnels oder der offenen Strecken nötig sind:
„GS-Web verstehen wir als atmendes Instandhaltungs-System, mit dem wir das Lifecycle-Management aller BSA-Assets in unserer Gebietseinheit realisieren. Wir wollen auf valider Datenbasis auch sagen können, was voraussichtlich in fünf oder zehn Jahren an Instandhaltungstätigkeiten anfällt.“
Beat Tobler, Leiter Betriebs- und Sicherheitsausrüstung, Nationalstrassen Gebiet VI des Tiefbauamtes Kanton St. Gallen
Ob Sie in Ihrem Unternehmen ähnliche Aufgaben bewältigen müssen oder vor anderen Herausforderungen stehen: Schauen Sie nach, ob die GreenGate-Software Ihnen dabei helfen kann. Hier finden Sie verwandte Blueprints, die Aufgaben in der Instandhaltung bewältigen und Probleme lösen können.




Aktuell befasst sich GEVI mit 4 Optimierungen und Erweiterungen.
Über die auf Smartphone und Tablet laufende App werden Ereignisse und Mängel rückgemeldet in Form von Textinformationen, Bildern, Videos etc.
Der Leiter Elektrounterhaltsdienst kann auf dieser Basis eine Störliste zur Abarbeitung erstellen. Klar ersichtlich in der Anwendung ist, welche spezifische Kostenstelle welcher Teilanlage zugewiesen ist. Das erleichtert die Kommunikation mit internen und externen Partnern.
Die Gebietseinheit VI ist gegenüber dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) nachweispflichtig. Das betrifft vor allem den jährlich zu erstellenden und zu übermittelnden Zustandsbericht, der in 3 Kategorien mit je 5 Ausprägungen Aufschluss gibt über den physikalischen Zustand, die Funktion und die Wirtschaftlichkeit der zu wartenden Teilanlagen. Um die Informationen aus dem GS-Web bzw. aus der GEVI-Datenbank digital und automatisch an die FA BSA – die ASTRA-Stammdatenbank als hier führendes System – zu übermitteln, stellt das ASTRA eine Schnittstelle zur Verfügung. Das Softwarehaus GreenGate realisiert aktuell die Anbindung an die FA BSA. Im Zuge des avisierten, bidirektionalen Datenaustauschs sollen auch durch das ASTRA errichtete Neuanlagen direkt in die GEVI-Datenbank übernommen werden.
GEVI hat die digitale Struktur seiner Assets und Objekte zuletzt vereinheitlicht: Betrieb und Unterhalt der kantonalen Strassenanlagen können demnach strukturell analog zu Betrieb und Unterhalt der Anlagen der Nationalstrassen in der Ostschweiz erfolgen. Der digitale Schatten der Assets und Prozesse in GS-Web bildet die Vereinheitlichung ab. Auf dieser Basis lässt sich auch die aktuelle Erweiterung des bestehenden Stammdatenportfolios in GS-Web um weitere kantonale BSA-Assets (z. B. Lichtsignalanlagen, Pumpstationen) zukunftsfähig realisieren.
Via GS-Web erfolgt die Zuweisung der Arbeitsstunden zur richtigen Kostenstelle. In der Praxis ist es so, dass die Mitarbeitenden ihre Stundenbuchung über den Auftrag vornehmen. Mehr müssen sie nicht tun. Der Auftrag wiederum ´kennt´ seine Kostenstelle, das heißt, dass die Anwendung im Hintergrund die gebuchten Zeiten der Kostenstelle automatisch zuordnet. Das ermöglicht perspektivisch die Weitergabe der Arbeitszeiten ans ERP-System.
Falls Sie weitere Fragen zu diesem Case haben, rufen Sie uns an oder füllen Sie das Formular hier aus. Wir melden uns zeitnah bei Ihnen zurück.
