Referenzkunde | Praxisbericht

Die Herausforderungen sind so groß wie die Anlagen selbst: Armacell nutzt das Betriebsführungssystem GS-Service für präventive Instandhaltung und optimierte Ersatzteilhaltung

Referenzkunde | Armacell GmbH

Balast abwerfen – Wertschöpfung steigern

Wenn Zeit tatsächlich Geld ist, wird Anlagenverfügbarkeit im Armacell-Werk Münster zur Priorität Nr. 1.

Als Dreh- und Angelpunkt einer globalen Wertschöpfungskette mit 25 Produktionsstätten in 17 Ländern würde ein „Break Down“ in Münster erhebliche Ausfallfolgekosten nach sich ziehen. Denn die Europa-Zentrale des führenden Herstellers flexibler Dämmstoffe beliefert zumindest alle europäischen Werke u. a. mit Masterbatches. Grund genug, im Rahmen der „World Class Armacell Mindset“-Initiative jeden Stein in der Produktion umzudrehen. Und siehe da: Seit das Betriebsführungssystem GS-Service die Instand- und Ersatzteilhaltung managt, läuft Gutes noch besser.

 

In diesem Anwenderbericht:

Die Eckdaten des Praxisberichts: GS-Service im Einsatz bei Armacell

Die Eckdaten des Praxisberichts – GS-Service im Einsatz bei Armacell

Die Herausforderungen sind so groß wie die Anlagen selbst: Deswegen setzt Armacell, weltweit führender Hersteller von flexiblen Dämmstoffen in der Anlagenisolierung, auf GS-Service. Am Produktionsstandort Münster nutzt das Unternehmen die GreenGate-Software als digitalen Motor und Manager für Instandhaltung, Störmanagement und Lagerverwaltung.

Branche: Industrie

Eingesetzte Software: 

GS-Service – GS-Manager, GS-Mobile

Unterstützte Prozesse:

  • Planung, Management und Dokumentation von Maschinen und Anlagen, Betriebsmitteln, Ersatzteilen, Personal und Prozessen
  • Instandhaltung (geplant/ungeplant) inklusive Monitoring, Controlling und Auswertung
  • Störmanagement
  • Lagerverwaltung: signifikante Bestandsoptimierung, Rückkopplung Instandhaltungsdaten zu Anlagenperformance, Identifikation kritischer Komponenten im Lager

Herausforderung:

  • Digitales Management und rechtssichere Dokumentation von Anlageninfrastruktur, Betriebsmitteln, Lagerwirtschaft, Instandhaltungsprozessen und Personal
  • Digitale Substitution von Excel-Listen, Eigen-Programmen, Freeware, papierbasierte Aktenablage
  • Intelligente Verknüpfung von aktuellen Informationen aus Instandhaltung und Betriebsführung, historischen Anlagendaten, Lagerdaten und Erfahrungswerten
  • Einführung vorbeugende Instandhaltung, um Anlagenstillstand zu minimieren
  • Verknüpfung Fernwartungsmonitoring im Werkstattbereich mit Auswertung in GS-Service
  • Erhöhte Produktivitäts- und Umweltanforderungen – u. a. Auswertungen zu Kostenschwerpunkten, Störungen in den Betriebsprozessen und Anlagenperformance
  • Umgehendes Abrufen von Arbeitsvorrat bei Rüstwechseln oder Produktionspausen
  • Definition Lagersätze und Hinterlegung entsprechender Bestellzeiten

Vorgehensweise: 

Digitale Erfassung Anlageninfrastruktur, Betriebsmittel, Ersatzteile und Personal in GS-Service; Bestandsaufnahme, Analyse, Optimierung und Dokumentation aller Prozesse; Teststellung, Schulung, Go-Live

 

Ergebnis: 

  • Ganzheitliches digitales Management der technischen Betriebsführung am Standort Münster
  • Zentrale Steuerung von Instandhaltung, Störmanagement und Lagerverwaltung in einem System
  • Transparente Dokumentation von Anlagen, Betriebsmitteln, Ersatzteilen und Prozessen
  • Verbesserte Planung und Umsetzung vorbeugender Instandhaltungsmaßnahmen
  • Schnellere Reaktionsfähigkeit bei Störungen und Produktionsunterbrechungen
  • Optimierte Ersatzteil- und Lagerbestände durch systematische Analyse und Steuerung
  • Bessere Auswertung von Anlagenperformance, Störungen und Kostenstrukturen
  • Höhere Effizienz und Produktivität durch integrierte Datenbasis und digitale Prozesse
Produktionsstätten
0
Mitarbeiter
0
Aktive Patente
0

Die innerbetriebliche Supply Chain mit markanter technischer und organisatorischer Anlagenverkettung ist das eine. Erhöhte Produktivitäts- und Umweltschutzanforderungen sind das andere. Beides gehört bei Armacell untrennbar zusammen und identifiziert vor allem die Fertigungslinien als neuralgischen Punkt: „Längere Stillstände sind inakzeptabel“, so Lennert Wiels, Maintenance Manager Plant Münster, „gibt es bspw. bei der Abgasnachbehandlung Probleme bzw. Störungen, fallen sofort die entsprechenden Produktionslinien in der Fertigung aus.“ Was tun? „Vorbeugende Instandhaltung ist da sicherlich ein richtiger, wichtiger Weg.“

Prozesse als Digital Twin-Verfahren

GS-Service ist bei Armacell Münster seit Ende 2015 im Einsatz. Die Überwachung der beiden systemrelevanten Produktionslinien erfolgt per Fernwartungsmonitoring im Werkstattbereich, die Checks wiederum werden in GS-Service dokumentiert. Wie eigentlich alles, was den laufenden Betrieb bei Anlagentechnik, Infrastruktur, Medienversorgung, Zentrallager, R&D und Facility in Münster anbelangt. Und wer dokumentiert, setzt seine Planung eben auch auf konsistenter Datengrundlage auf: „Diese Möglichkeit in GS-Service nutzen wir umfassend“, erläutert Lennert Wiels, „ein Gebot der Stunde, auch weil wir inzwischen eine kritische Unternehmensgröße – siehe Auftragsbestand – erreicht haben.“

„Längere Stillstände sind inakzeptabel“

Lennard Wiels, Maintenance Manager 

Systemeinführung: agil zum Ziel

Grundsätzlich integriert GS-Service von GreenGate als dem ERP nachgeordnetes System Planungs-, Dokumentations- und Überwachungsfunktionen sowie betriebswirtschaftliche Anwendungen zu einem Informations- und Managementsystem. Die objektorientierte Software – als skalierbare Client-/Server- Lösung konzipiert – baut auf einer Standardtechnologie auf und arbeitet unter aktuellen Microsoft-Betriebssystemen. Von Vorteil: Durch die offene Systemarchitektur lässt sich GS-Service an andere Systeme wie das SAP ERP bei Armacell ankoppeln. Eingeführt wurde GS-Service im Jahr 2015 als Ersatz für das industrieweit bekannte Lösungs-Geflecht aus Excel, eigenen Programmen, Freeware und papierbasierter Aktenablage. Allerdings nicht mit Big Bang. Lennert Wiels erinnert sich an den agilen Weg vom Groben zum Feinen: „Als wir GS-Service einführten, waren die Mitarbeiter in der Instandhaltung nicht wirklich begeistert. Genau das haben wir allerdings erwartet! Deswegen haben wir das System zunächst ausführlich vorgestellt, Feedbacks aufgenommen und das System erst einmal rudimentär ans Laufen gebracht – ohne hohen Detaillierungsgrad. In Schulungsunterlagen wurden die Prozesse schrittweise beschrieben und in PowerPoint hinterlegt. Damit sind wir sehr gut gefahren. So wurde GS-Service für die Kollegen zur Routine.“

Konkrete Informationen für jede Schicht

Die IT-gestützte Routine in der Instandhaltung wissen die 35 Kollegen aus der Instandhaltung inzwischen absolut zu schätzen. Beispiel Schichtwechsel, der 17-fach wöchentlich ansteht. „Die Übergabe ist kurz“, so Wiels, „aber alles ist sauber im Schichtbericht aus GS-Service dokumentiert.“ In GS-Service werden die Instandhaltungsaufträge nicht nur vordisponiert, die Instandhalter erhalten auch konkrete Betriebs- und Wartungsanweisungen mit Checklisten. „Der Aufgabenpool ist damit klar, einteilen kann das Mitarbeiterteam seine Schicht selbst. Dieser hohe Grad an Eigenverantwortlichkeit hat sich bewährt.“ In GS-Service werden zudem Bilddokumentationen der Inspektionen und Messwerte der Anlagen hinterlegt, perspektivisch ab 2020/21 über das Modul GS-Mobile.

GS-Mobile vor der Einführung

Muss der Instandhalter heute noch zurück in die Werkstatt, um auf Informationen in GS-Service (Anlagenstammdaten etc.) zuzugreifen oder Daten wie Auftragsrückmeldung inklusive Arbeitszeit oder Bilder ins System einzupflegen, läuft mit GS-Mobile über windowsbasierte Tablet-PCs alles direkt am Einsatzort. „Das würde Unmengen an Wegezeiten einsparen“, so Wiels, der gemeinsam mit zwei weiteren Key Usern GS-Service selbst administriert und die intelligente Vernetzung digitaler und physischer Workflows auch an anderer Stelle forciert. „Wir verlinken alle Daten zu den Maschinen im System, um einerseits die Instandhaltung an sich zu professionalisieren, um andererseits aber auch zu erkennen: Wo sind die Kostenschwerpunkte? Wo treten Störungen in den Betriebsprozessen auf? Wie sind die Kennzahlen zur Anlagenperformance? Da wir die Anlagen und Prozesse in GS-Service abgebildet und dokumentiert haben, können wir erstmals umfassende Auswertungen fahren. Wir haben einen vorgeplanten Arbeitsvorrat, der bei Rüstwechseln oder Produktionspausen direkt abgerufen werden kann. So können wir schnell und flexibel reagieren und auch kurzfristig Wartungen oder Inspektionen durchführen, da diese vorgeplant sind.

"Wir beziffern die Einsparung bei gebundenem Kapital auf inzwischen rund 80.000 Euro - rund 15 Prozent des Bestandsvolumens"

Lennard Wiels

80.000 Euro nur der Anfang

Stichwort Controlling. Einen verifizierbaren Effizienz-Schub verzeichnete Armacell durch den Einsatz von GS-Service beim Ersatzteilmanagement. „Wir beziffern die Einsparung bei gebundenem Kapital auf inzwischen rund 80.000 Euro – rund 15 Prozent des Bestandsvolumens“, so Wiels, „und erwarten noch viel mehr, wenn alle Verbrauchswerte verfügbar sind.“ Das Prinzip der neuen Effektivität ist schnell erklärt. Früher wurden in SAP bestandsgeführte Artikel auf Erfahrungswerten basierend eingekauft, eingelagert und in Excel hinterlegt. „Wir wussten allerdings nicht wirklich, wo die kritischen Komponenten sind“, so Wiels. Durch die Rückkopplung der Instandhaltungsdaten und Informationen zur Anlagenperformance wird zunehmend klarer, wann welches Ersatzteil – sprich: welches Bestandsvolumen – tatsächlich benötigt wird. „Demnach haben wir Lagersätze definiert und Bestellzeiten in GS-Service hinterlegt, die auf einer Minimum-Maximum Bestandsführung basieren. Das System meldet die Bestände. Über eine Schnittstelle zum SAP ERP sollen in Zukunft Abgleich und Bestellungen automatisch erfolgen, gegebenenfalls schon ab 2020.“

„Kollegen durchaus begeistert“

Der intelligente Workflow mit GS-Service hat auch das Interesse anderer Armacell-Standorte geweckt: „Klar tauschen wir uns untereinander mit den Instandhaltern aus anderen Ländern aus. Die Kollegen aus Polen und England waren durchaus begeistert von GS-Service, vor allem weil es die Kommunikation verbessert und kritische Probleme identifiziert“, bestätigt Lennert Wiels, der Anbieter und Software gute Noten ausstellt: „Einmal abgesehen vom stimmigen Package aus Preis und Leistung, Vorgesprächen und Referenzen kommt uns natürlich entgegen, dass uns bei der Systematik freie Hand blieb. GS-Service ist flexibel anpassbar und anwenderfreundlich. Auch die Ansprechpartner bei GreenGate sind schnell mit Terminschienen, Budgets oder Lösungsvorschlägen per TeamViewer zur Hand. Das passt einfach.“

Darum vertrauen uns so viele Unternehmen.

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